Cybersicherheit zwischen Homeoffice und den Kaimaninseln.
Die Herausforderung, die Lösung, das Ergebnis.
Der international tätige Finanzdienstleister beschäftigt rund 40 Personen an Standorten in Zürich, Irland und Singapur. Angesichts steigender Cyberrisiken und strenger regulatorischer Vorgaben modernisierte das Unternehmen seine Sicherheitsarchitektur mit einer gemanagten ZTNA- und Cloud-Proxy-Lösung - für sicheren globalen Zugriff, weniger Komplexität und höhere Resilienz.
Die Herausforderung
International reguliert, häufiges Ziel von Phishing- und Betrugsversuchen und an verteilten Standorten tätig, stand der Finanzdienstleister vor der Aufgabe, Sicherheits- und Compliance-Anforderungen effizient und zuverlässig zu erfüllen.
Die Lösung
Mit SD-WAN, ZTNA und Managed Services von Open Systems vereinheitlichte der Finanzdienstleister den sicheren Zugriff weltweit. 24/7-Support und geringere Komplexität sorgen für starke Sicherheit bei einfacher Bedienung.
Die Ergebnisse
Die neue Sicherheitsarchitektur stärkt die Abwehr, senkt den Aufwand und verbessert die Nutzererfahrung. Zugleich erfüllt das Unternehmen regulatorische Vorgaben schneller und arbeitet heute weltweit sicher und zuverlässig in der Cloud.
Eingesetzte Lösungen
Ein 40-Personen-Unternehmen mit Schutz auf Enterprise-Niveau.
Keine internen IT-Fachkräfte mehr, und trotzdem rund um die Uhr Schutz über drei Jurisdiktionen hinweg.
"Ein einziger großer Vorfall kann genügen, um das Kundenvertrauen zu verlieren."
Wir haben uns mit dem Chief Operating Officer eines Finanzdienstleisters zusammengesetzt, um über die IT-Herausforderungen und -Ziele des Unternehmens zu sprechen und darüber, wie Open Systems eine umfassende Lösung bereitgestellt hat.
Welche Rolle haben Sie im Unternehmen?

Ich bin der Chief Operating Officer unserer Unternehmensgruppe. Insgesamt beschäftigen wir rund 40 Personen, doch unsere Organisation ist international verteilt. Unser Hauptsitz ist in Zürich, wo ein kleines Kernteam von vier bis fünf Personen sitzt. Unsere operativen Einheiten befinden sich in Irland und Singapur mit jeweils rund 16 Beschäftigten.
Als Group COO bin ich in erster Linie für unsere gesamte IT-Infrastruktur verantwortlich sowie für die IT-Services, die wir unseren weltweiten Standorten bereitstellen.
Welche Herausforderung wollten Sie gemeinsam mit Open Systems angehen?
Unsere Zusammenarbeit mit Open Systems begann, bevor ich ins Unternehmen kam. Damals hatten wir auch ein Büro in den USA, und das Hauptziel war, alle unsere Standorte zuverlässig zu verbinden. Von Anfang an funktionierte die Anbindung zwischen unseren lokalen Servern hervorragend - und das tut sie bis heute.
Als wir später in die Cloud wechselten, wurde diese Anforderung noch wichtiger. Open Systems sorgt heute dafür, dass alle Mitarbeitenden weltweit jederzeit sicher und zuverlässig auf unsere Cloud-Umgebung zugreifen können.
Wie sah Ihr Netzwerk- und Sicherheits-Setup aus, bevor Sie mit Open Systems arbeiteten?
Früher beschäftigten wir zwei interne IT-Fachkräfte, die alle IT-Aufgaben selbst erledigten. Als ich ins Unternehmen kam, war nur noch eine interne IT-Kraft übrig. Nachdem diese Person gegangen war, standen wir vor einer grundsätzlichen Entscheidung: entweder eine neue interne Fachkraft einstellen oder den IT-Betrieb vollständig auslagern.
Wir entschieden uns fürs Auslagern. Unsere interne IT-Infrastruktur übergaben wir einem externen Cloud-Anbieter, während Firewall und Netzwerk in die Verantwortung von Open Systems übergingen. Seitdem besteht meine Rolle vor allem darin, zwischen den verschiedenen Dienstleistern zu koordinieren.
Dieses Modell hat sich klar bewährt. Heute müssen IT-Systeme rund um die Uhr verfügbar und sicher sein. Da viele Cyberangriffe nachts oder am Wochenende erfolgen, war 24/7-Support für uns unverzichtbar - und mit nur zwei oder drei internen IT-Kräften schlicht nicht realistisch. Deshalb bin ich fest überzeugt, dass das Auslagern dieser Bereiche der richtige Weg ist, und Open Systems war für uns ein idealer Partner.
Wie hat der Einsatz des SD-WAN von Open Systems Ihren Arbeitsalltag verändert?
Für ein Unternehmen unserer Größe ist der Betrieb einer Proxy-Firewall eher ungewöhnlich. Er macht das Setup zwar komplexer, verbessert aber auch die Sicherheit erheblich. Wir haben lange diskutiert, ob der zusätzliche Aufwand gerechtfertigt war. Im Nachhinein kann ich klar sagen: Das war er.
In mindestens zwei Fällen verhinderte die Proxy-Firewall, dass Malware eine Verbindung zu ihren Command-and-Control-Servern aufbaute - genau das, wofür diese Lösung gedacht ist.
Vor etwa zwei Jahren nahmen wir eine große Veränderung vor. In Zürich arbeitet rund die Hälfte unseres Teams remote, und damals nutzten wir im Büro noch eine physische Firewall. Heute setzen wir vollständig auf ZTNA und zusätzlich auf Cloud-Proxys. Diese Kombination hat sich für uns als äußerst wirksam erwiesen. Der Internetzugang erfolgt jetzt lokal über den Cloud-Proxy, was in Zürich sehr gut funktioniert.
In Singapur und Irland betreiben wir im Büro weiterhin physische Firewalls, ergänzt durch ZTNA für die Remote-Arbeit. Insgesamt war der Umstieg sehr sinnvoll und hat sowohl unsere Netzwerk- als auch unsere Sicherheitsarchitektur deutlich gestärkt.
Warum sind Sie von Mobile Entry Point (MEP, Client-VPN) zu ZTNA gewechselt?
Vor dem Wechsel erlebten wir zahlreiche Hacking-Versuche, und Benutzerkonten wurden häufig gesperrt. Das war ein klares Zeichen dafür, dass unsere Angriffsfläche zu groß war. Zugleich wurde deutlich, dass unser bestehendes Setup unnötig komplex war und dass ZTNA klare Vorteile bieten würde.
ZTNA verbessert nicht nur die Sicherheit, sondern verringert auch die Abhängigkeit von lokaler Infrastruktur. Im Homeoffice brauchten wir früher MEP und oft einen lokal gehosteten Proxy, was zu gewissen Einschränkungen führte. Mit ZTNA in Kombination mit Cloud-Proxys gewinnen wir deutlich mehr Flexibilität. Da Open Systems global verteilte Points of Presence betreibt, sind die Auswirkungen auf die Performance deutlich geringer.
Was wir an ZTNA am meisten schätzen, sind die granulare Zugriffskontrolle und die Möglichkeit, ein echtes Always-on-Sicherheitsmodell umzusetzen.
Was wir an ZTNA am meisten schätzen, sind die granulare Zugriffskontrolle und die Möglichkeit, ein echtes Always-on-Sicherheitsmodell umzusetzen.
Warum haben Sie sich für ZTNA von Open Systems entschieden?
Wir waren bereits Kunde von Open Systems und hatten durchweg positive Erfahrungen gemacht. Für uns war es außerdem sinnvoll, alle sicherheitsrelevanten Services von einem einzigen Anbieter zu beziehen, da das die Zusammenarbeit stark vereinfacht. Zudem war das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr überzeugend.
Besonders schätzen wir den All-inclusive-Ansatz. Transparente Pauschalpreise ermöglichen es uns, unsere IT-Kosten zuverlässig zu planen und jederzeit den vollen Kostenüberblick zu behalten.
Haben Anforderungen der Finanzbranche Ihre Entscheidung beeinflusst?
Wir sind ein attraktives Ziel für Cyberangriffe, was sich an der großen Menge an Phishing-E-Mails zeigt, die wir täglich erhalten. Als Finanzdienstleister, der regelmäßig hochwertige Transaktionen abwickelt, versuchen Angreifer häufig Man-in-the-Middle-Angriffe.
Sie kompromittieren etwa E-Mail-Konten von Kunden oder versuchen, Zugang zu unseren Systemen zu erlangen, um betrügerische Rechnungen mit manipulierten Bankdaten zu versenden. Solche Versuche erleben wir fortlaufend, weshalb ständige Wachsamkeit unerlässlich ist. Genau deshalb setzen wir auf die Sicherheitslösungen von Open Systems - sie helfen uns, diese Risiken konsequent und wirksam zu verringern.
Welche Rolle spielt der 24/7-Managed-Service im Tagesgeschäft?
Er spielt für uns eine entscheidende Rolle. Wenn ein Sicherheitsvorfall auftritt - und die Erfahrung zeigt, dass das oft abends oder am Wochenende passiert - ist es äußerst wertvoll, Zugang zu echtem 24/7-Support zu haben.
Auch unser Cloud-Service-Provider bietet Unterstützung rund um die Uhr, und in kritischen Situationen greifen diese Services nahtlos ineinander. Das gibt uns die Gewissheit, jederzeit schnelle und zuverlässige Unterstützung zu erhalten, wenn sie gebraucht wird.
Welche konkreten Verbesserungen haben Sie durch diese Zusammenarbeit gesehen?
Mir sind mindestens zwei konkrete Vorfälle bekannt, bei denen unsere Proxy-Firewall verhinderte, dass Malware sich mit einem Host verband. Solche Risiken entstehen ständig - etwa, wenn jemand versehentlich eine schädliche Datei öffnet.
In beiden Fällen löste das Antivirensystem einen Alarm aus, und die Firewall blockierte die Verbindung zuverlässig. Solche Vorfälle treten wahrscheinlich häufiger auf, als man denkt. In den Logdateien sieht man regelmäßig, welche Bedrohungen gestoppt werden. Für uns zeigt das klar, wie wirksam diese Sicherheitsmaßnahmen sind.
Wie unterstützt ZTNA Ihre regulatorischen Anforderungen (BaFin, DSGVO, ISO 27001 und so weiter)?
ZTNA spielt eine große Rolle dabei, uns bei der Erfüllung von Compliance-Anforderungen zu helfen, und vereinfacht das Ausfüllen zahlreicher Fragebögen erheblich. Unsere lokalen Einheiten in Irland und auf den Kaimaninseln unterliegen strengen regulatorischen Standards, und viele unserer Kunden verlangen zudem einen formalen Compliance-Nachweis.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Versicherung. Heute wird es zunehmend schwierig, eine Police zu erhalten, wenn man keine substanziellen Investitionen in die Cybersicherheit nachweisen kann. Für uns war das glücklicherweise kein Problem, da wir unsere Sicherheitslage über die Jahre kontinuierlich gestärkt haben - und diese Investitionen haben sich klar ausgezahlt.
Wie würden Sie die Nutzererfahrung heute im Vergleich zu früher beschreiben?
Die Nutzererfahrung, einschließlich des Mission Control Portals, verbessert sich weiter. Die Einführung von ZTNA erfordert einen erheblichen Anfangsaufwand, da die Konfigurationen sehr präzise sein müssen. Doch genau dieser Aufwand führt zu einem deutlich höheren Sicherheitsniveau.
Unser Technical Account Manager bei Open Systems ist hier ein großer Vorteil, da er unser spezifisches Setup genau kennt. Im Rahmen des Managed Service modernisieren wir die Umgebung derzeit gemeinsam, sodass künftige Updates - etwa von Microsoft eingeführte Änderungen - automatisch eingespielt werden.
Dieser Ansatz erleichtert auch das tägliche Management erheblich. Früher waren Mitarbeitende oft verwirrt, wenn im Büro andere Firewall-Regeln galten als zu Hause. Durch die Standardisierung des Zugriffs über ZTNA hat sich die Benutzerfreundlichkeit deutlich verbessert.
Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit mit Open Systems am meisten?
Die Zusammenarbeit mit Open Systems ist durchweg effizient. Wenn wir Unterstützung brauchen, erhalten wir schnell Lösungen - selbst in kritischen Situationen. Besonders schätze ich, dass komplexe technische Themen klar und in verständlicher Sprache erklärt werden. Das macht die Zusammenarbeit sehr unkompliziert, gerade für mich mit einem Hintergrund im Finanzwesen statt in der IT. Auch ohne tiefes technisches Fachwissen kann ich alle Prozesse gemeinsam mit dem Team von Open Systems problemlos steuern und überblicken.
Was sind Ihre nächsten Schritte auf dem Weg zu Zero Trust?
Derzeit haben wir keine konkreten nächsten Schritte definiert. In den vergangenen zwei bis drei Jahren haben wir bereits sehr viel umgesetzt. Unser aktueller Fokus liegt auf der Konsolidierung. Sobald diese abgeschlossen ist, werden wir prüfen, welche zusätzlichen Maßnahmen sinnvoll sind.
Wo sehen Sie den nächsten Schritt in Ihrer Netzwerk- oder Sicherheitsstrategie?
Aktuell schauen wir uns CASB-Lösungen (Cloud Access Security Broker) genau an. Unsere Mitarbeitenden nutzen zunehmend Online-Tools - etwa PDF-Konverter - und wir möchten diese Tools entweder blockieren oder zumindest wirksamer kontrollieren. Ich erwarte, dass dieser Bedarf mit dem weiter zunehmenden Einsatz von KI deutlich wächst.
Ich persönlich bin ein starker Befürworter von KI und nutze sie intensiv. Zugleich liegt genau hier die Herausforderung. KI-Anwendungen können Systeme in vielerlei Hinsicht durchlässiger machen. Während man Daten zu schützen versucht, fließen Informationen oft auf unkontrollierte Weise ab, was Risiken schafft.
Die ideale Lösung haben wir noch nicht gefunden. In vielen Fällen muss man sich auf die Sicherheitsstandards einzelner Anbieter verlassen - so wie es viele Organisationen bei Microsoft tun, in der Annahme, „was Microsoft macht, wird schon in Ordnung sein“. Bei Tools wie Perplexity in Kombination mit dem neuen Comet-Browser ist es zum Beispiel schwierig, genau nachzuvollziehen, welche Daten übertragen werden, was die Kontrolle sensibler Informationen erschwert.
Welchen Rat würden Sie anderen Unternehmen geben, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen?
Ich bin fest überzeugt, dass es sich immer lohnt, ausreichend in Cybersicherheit zu investieren. Ein einziger großer Vorfall kann genügen, damit ein kleines oder mittelständisches Unternehmen das Vertrauen seiner Kunden verliert. Deshalb ist es entscheidend, früh und konsequent in Sicherheit zu investieren, um diese Risiken zu minimieren.
Gibt es noch etwas an der Zusammenarbeit mit Open Systems, das Sie hervorheben möchten?
Am meisten sticht der 24/7-Managed-Service hervor, der jederzeit einen zuverlässigen Ansprechpartner bietet. Selbst am Wochenende werden Tickets zügig bearbeitet, wenn ein Problem auftritt.
Zugleich profitieren wir von einer starken lokalen Präsenz. Nicht nur Produktentwicklung und Account-Management, sondern auch viele Support-Kräfte sitzen in der Schweiz oder arbeiten nach Schweizer Qualitätsstandards - und diese Standards sind außergewöhnlich hoch.
Die Überlegung hinter dem Schritt.
Warum E-Mail, Zugriffskontrolle und ein wirklich umgesetztes Zero-Trust-Rollout darüber entscheiden, wie exponiert ein reguliertes Unternehmen tatsächlich ist.
Gleiches Problem, anderes Logo?
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